Tarifvertrag hessen e14

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Wenn Forscher an eine andere Uni­ver­sität oder Forschung­sein­rich­tung wech­seln, gehen sie hin­sichtlich ihres Erfahrungsniveaus nicht an den Anfang zurück. Die ein­schlägige Beruf­ser­fahrung und damit auch die bereits auf der jew­eiligen Ebene ver­brachte Zeit werden anerkannt. Dies muss jedoch beantragt werden. Wenn der neue Arbeit­geber beson­ders daran inter­essiert ist, einen bes­timmten Forscher einzustellen, kann er möglicher­weise sogar ein höheres Lohn­band aushan­deln oder sogar früher als geplant auf ein höheres Erfahrungsniveau wech­seln. Den­noch können Forscher einen Lohn­ver­lust erleben, wenn sie zwis­chen ver­schiedenen Tar­ifverträgen und Erfahrungsstufen wech­seln. Es ist daher wichtig zu prüfen, wie sich diese Änderung auf Ihr Gehalt auswirkt, bevor Sie zu einem anderen öffentlichen Arbeit­geber wech­seln. Forschungsar­beiten erfordern oft, dass Forscher einige Zeit im Aus­land ver­bringen oder stipen­di­en­fi­nanziert werden. Im All­ge­meinen wird die ein­schlägige Beruf­ser­fahrung an einer Forschung­sein­rich­tung im Aus­land in diesem Sektor all­ge­mein anerkannt, sofern sie während ihrer Tätigkeit im Aus­land einen Arbeitsver­trag hatten. Ander­er­seits werden Zeiten, die durch ein Stipendium finanziert werden, nur als “nüt­zlich” betrachtet.

Sie können als Beruf­ser­fahrung ange­sehen werden, aber dies ist nicht garantiert. Mut­ter­schaft­surlaub, bezahlter Urlaub und Arbeit­sun­fähigkeit bis zu einem Höch­st­be­trag von 39 Wochen gelten nicht als Unter­brechungen der im jew­eiligen Zeitraum der Tar­ifverträge ver­brachten Laufzeit. Inner­halb jeder Lohn­gruppe wird zwis­chen den Fürden jew­eiligen Beruf­ser­fahrungsstufen unter­schieden. Seit 2018 gelten für alle Tar­ifverträge sechs Erfahrungsstufen mit zunehmender Zeit auf jeder Ebene. Erfahrungsstufe 1 ist Anfängern in der jew­eiligen Lohn­gruppe vor­be­halten. Die Forscher erre­ichen nach nur einem Jahr Stufe 2, aber dieser Zeitraum muss inner­halb eines einzigen Arbeitsver­trags liegen. Auf der anderen Seite braucht die Forscher zehn Jahre, um Level 5 zu erre­ichen. Wird beispiel­sweise ein Postdoc zum Leiter einer Nach­wuchs­gruppe ernannt, wird er in der Regel in ein höheres Lohn­band ver­setzt. Dies würde eigentlich bedeuten, wieder auf Erfahrungsstufe 1 zu beginnen, und in vielen Fällen würde dies zu einem Ver­lust des Gehalts führen. Die Tar­ifverträge stellen jedoch sicher, dass dies nicht geschehen kann, und die Insti­tu­tionen klas­si­fizieren die Arbeit­nehmer so, dass sie min­destens das gle­iche Gehalt wie bisher erhalten. Ändert sich das Erfahrungsniveau, wenn ein Mitar­beiter zu einer anderen Forschung­sein­rich­tung wech­selt? Wenn post­docs beispiel­sweise die Insti­tu­tionen für ein neues Forschung­spro­jekt wech­seln, behalten sie in der Regel ihr Erfahrungsniveau mit der bisher auf diesem Niveau ver­brachten Zeit. In diesem Bereich hat es in den let­zten Jahren einige Verbesserungen gegeben, ins­beson­dere beim Wechsel zwis­chen ver­schiedenen Tarifverträgen.

Sie müssen eine Anfrage an den neuen Arbeit­geber richten, um sicherzustellen, dass diese Beruf­ser­fahrung anerkannt wird. Wenn es schwierig ist, einen geeigneten Kan­di­daten für die betr­e­f­fende Stelle zu finden, können die Ein­rich­tungen sogar weit­eren Anfragen ihrer zukün­ftigen Mitar­beiter nachkommen. Dies kann bedeuten, dass sie in eine höhere Gruppe ver­schoben werden oder zumin­dest eine Garantie dafür besteht, dass das Institut den Mitar­beiter zu einem früheren Zeit­punkt auf die nächste Erfahrungsstufe über­führt. Da Tar­ifverträge ein bre­ites Spek­trum unter­schiedlicher Gehälter fes­tlegen, kann der Wechsel zwis­chen ver­schiedenen Tar­ifverträgen und Erfahrungsstufen zu Lohn­ver­lusten führen. Als Postdoc ist es daher ratsam, Ihr voraus­sichtliches Gehalt vor dem Wechsel zu einem neuen öffentlichen Arbeit­geber zu überprüfen.

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